Sprungbetrieb

Am Flugplatz findet regelmäßig Fallschirmsprungbetrieb statt. Für einen sicheren Ablauf gelten besondere Verfahren, die von allen Piloten und Besuchern zu beachten sind.

Sprungzone

Die Sprungzone umfasst einen Radius von 2 NM um den Flugplatz und reicht vom Boden (SFC) bis Flugfläche 100 (FL 100).

Gemäß Nachrichten für Luftfahrer (NfL 1-2067-20) sind Sprungzonen keine Flugbeschränkungsgebiete. Dennoch ist während des aktiven Sprungbetriebs besondere Aufmerksamkeit erforderlich.

Luftraumstruktur

Der Sprungbetrieb findet in verschiedenen kontrollierten und unkontrollierten Lufträumen statt:

  • Luftraum G: Boden bis 1.500 bzw. 2.500 ft
  • Luftraum D: 1.500 bzw. 2.500 ft bis FL 65
  • TMZ Bremen: FL 65 bis FL 100
  • Luftraum C: oberhalb FL 100
  • CTR Bremen: Boden bis 2.500 ft

Vorrang des Sprungbetriebs

Gemäß der Flugplatzbenutzungsordnung (FBO) des Flugplatz Ganderkesee (EDWQ) darf während des Zeitraums „Schirme in der Luft“ kein anderer Platzverkehr innerhalb der Sprungzone stattfinden.

Dieser Zeitraum beginnt mit der Meldung des Sprungleiters und endet, sobald der letzte Springer gelandet ist und den Sicherheitsstreifen der Piste verlassen hat.

Ggf. noch im Abflug befindliche Luftfahrzeuge haben die Sprungzone auf schnellstem Weg zu verlassen (Direktabflug).

Ablauf

Nach dem Abflug

Die Absetzmaschine schaltet auf Bremen Radar und ist für EDWQ nicht mehr erreichbar.

Vor und während des Absetzens

  • „Springer in 4 Minuten“
  • „Springer in 2 Minuten“
  • „Springer steigen aus“
  • „Schirme in der Luft“

Nach dem Absetzen

  • Luftfahrzeuge in der Luft (außer Absetzmaschine) bleiben außerhalb der Sprungzone.
  • Luftfahrzeuge am Boden westlich der Halbbahn-Markierung stellen das Triebwerk ab.
  • Sprungleiter meldet: „Alle Springer gelandet, Sicherheitsstreifen frei“; EDWQ-Radio bestätigt.
  • Anflug kann fortgesetzt und Triebwerke können (wieder) angelassen werden.
  • Die Absetzmaschine landet vor allen anderen Luftfahrzeugen.